SOPA Pipa Protest und Blackout – Die Hintergründe
Beim SOPA (Stop Online Piracy Act), handelt es sich um ein Gesetzentwurf, der im Oktober 2006 im US-amerikanischen Repräsentantenhaus eingebracht wurde. Anhand dieses Gesetzes sollen amerikanische Urheberrechtsinhaber in die Lage versetzt werden, die unerlaubte Verbreitung ihrer Werke im Internet wirksam zu behindern.
Eigentlich schien das Antipiratengesetz beschlossene Sache. Doch in den letzten Wochen wurde dieses Thema von Branchenvertretern und Internet-Aktivisten sehr kontrovers diskutiert. Dass verwunderliche hierbei ist, dass sich nun auch die einstigen Unterstützer dieses Gesetzes von diesem distanzieren. Solange jedoch kein breiter Konsens erzielt wird, schließt der republikanische Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Eric Cantor, eine Abstimmung vor der Kammer des Kongresses aus. Angesichts dieser überraschende Wende musste die für diesen Mittwoch angesetzte Anhörung von Fachleuten über die Auswirkungen des Gesetzes auf das Domain Name System (DNS) bis auf Weiteres vertagt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Initiator dieses Vorstoßes, Abgeordneter Lamar Smith, nunmehr die DNS-Filtermechanismen aus dem Gesetzentwurf streichen möchte. Nach Meinung der Experten würden derartige Maßnahmen die Internetsicherheit gefährden, wodurch Betrügern wie etwa zuletzt mit dem “DNS-Changer” Tor und Angel geöffnet wäre.
mehr