Blasenschwäche bekämpfenStändig drückt die Blase und immer wieder taucht die Frage auf: “Wo ist die nächste Toilette?” Eine Blasenschwäche klingt harmloser als sie in Wirklichkeit ist, da sie den Betroffenen, zu denen vermehrt Frauen gehören (etwa jede Fünfte), das Leben schwer machen kann. Erfahren Sie jetzt, was Sie dagegen tun können.

Die Blase und den Beckenboden trainieren

Eine bekannte Maßnahme gegen Blasenschwäche ist das Beckenboden-Training. Dieses sollten Sie am besten unter Anleitung erlernen, zum Beispiel von einem Physiotherapeuten oder in einem Fitnessstudio. Durch regelmäßiges Training im Bereich des Beckenbodens werden die Beckenmuskeln gestärkt, das Fassungsvermögen der Blase wird erhöht und letztendlich kommt es zu weniger Toilettengängen. Eine Übung ist, sich mit dem Rücken auf den Boden zu legen, die Beine anzuwinkeln und den Po und den Rücken immer wieder anzuheben und zu senken. Um einen Erfolg zu erzielen, sollten Sie das Training regelmäßig über einen längeren Zeitraum durchführen. Weiterhin hilfreich sind:

  • Sportarten wie Yoga, Radfahren und Schwimmen
  • Blasentraining: festgelegte Trinkzeiten und Zeiten für Toilettengang
  • Gewichtsabnahme, wenn Übergewicht besteht
  • scharfe Gewürze und Kaffee meiden (verstärken Harndrang)

Mit Medikamenten und Heilkräutern gegen die Blasenschwäche

Hilft dies alles nicht, so können Sie immer noch auf Medikamente zurückgreifen. Der Wirkstoff Duloxetin stärkt den Blasenhals und der Wirkstoff Anticholinergika hilft, den Blasenmuskel zu schließen bzw. seine Aktivität zu dämpfen. In schweren Fällen kann Ihnen dann auch eine Operation wie zum Beispiel die TVT-Methode (Tention-free Vaginal Tape) helfen. Dabei wird ein spannungsfreies Kunststoffband um die Harnröhre gelegt. Sie können jedoch auch auf pflanzliche Substanzen setzen. Hier einige Mittel:

  • Einnahme von Kürbiskernextrakt
  • Einnahme von Ginkopräparaten
  • Trinken von Tee aus Wermut, Schafgarbe und Johanniskraut
  • Durchführen einer Kur mit Preiselbeersaft
  • ein Vollbad in Heublumenwasser (vorher einen Sud aus Heublumen kochen und diesen in das Badewasser geben) nehmen

Blasenschwäche: nicht immer ist eine Operation notwendig

Da eine Blasenschwäche sich sehr belastend auf den Alltag auswirken kann, ist es empfehlenswert, nachdem die Ursachen ergründet wurden, etwas dagegen zu unternehmen. Sowohl Frauen als auch Männer können den Alltag mit Hygieneprodukten (wie zum Beispiel mit Tena für Männer) meistern und mithilfe eines regelmäßigen Blasen- und Beckenboden-Trainings, der gezielten Einnahme von Kräutern und Medikamenten der Blasenschwäche entgegengewirkt und dieser vorbeugen. Zur Not hilft auch eine Operation.

Bild: © michaeljung – Fotolia.com

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