Body Mass IndexDer Body Mass Index (BMI) ermöglicht die Bewertung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße eines Menschen. Entwickelt wurde er 1870 als eine Indexzahl für statistische Vergleiche, der Begriff selbst wurde 1972 durch den US-amerikanischen Wissenschaftler Ancel Keys.
In die medizinische Debatte wurde der Begriff zunächst vor allem durch die Praxis US-amerikanischer Lebensversicherungen eingeführt, die damit die Risiken von Übergewicht einheitlich und unkompliziert bewerten konnten. Seit den 1980er Jahren wird er auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwendet, deren BMI-Klassifikationen seit 1995 gültig sind. Als Bewertungsgrundlage löste er hier unter anderem den sogenannten Broca-Index ab, der Ideal-, Normal- und Übergewicht ausschließlich anhand der Körpergröße klassifizierte.

Ihren Body Mass Index berechnen Sie mit dieser Formel:

BMI = Gewicht in Kilogramm/(Körpergröße in Meter)*2


Das Ergebnis sagt Ihnen auf einen Blick, ob Ihr Gewicht sich im Normbereich bewegt oder Handlungsbedarf durch Über- oder Untergewicht gegeben ist. Inzwischen ist die Berechnung auf vielen Internet-Portalen zu Gesundheits- und Ernährungsthemen auch online möglich – ein digitaler Body Mass Index Calculator liefert Ihnen ihr persönliches Ergebnis in Sekundenschnelle.

54 Prozent der Deutschen mit BMI im Normbereich

Nach der Gewichts-Klassifikation der WHO aus dem Jahr 2008 liegt der BMI normalgewichtiger Erwachsener zwischen 18,5 kg/m2 und 24,99 kg/ m2 – das Normalgewicht wird also durch einen BMI- Wert zwischen 18,5 und 25 ausgewiesen.
Bei einem BMI zwischen 25 und 30 spricht die WHO von Prä-Adipositas oder den Vorstufen der Fettsucht. Ein leichter oder mittelschwerer Adipositas liegt bei BMI-Werten zwischen 30 und 35 respektive 35 und 40 vor. Ein Body Mass Index über 40 verweist auf eine sehr ausgeprägte Fettleibigkeit mit all ihren gesundheitlichen Risiken und Folgen.
Auch für Abweichungen des BMI nach unten gilt eine solcher “Dreier-Skala”. Leichtes Untergewicht ist bei einem BMI zwischen 17 und 18,5 gegeben. Werten zwischen 16,0 und 17 liegt ein mäßiges Untergewicht zugrunde. Aus starkem Untergewicht ergibt sich ein BMI unter 16.

Die Berechnung des Body Mass Index war übrigens auch Gegenstand des letzten deutschen Mikrozensus aus dem Jahr 2009. Demnach spielt hierzulande Untergewicht mit 3,4 Prozent der Bevölkerung kaum eine Rolle. Knapp 54 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung hat einen BMI im Normbereich. Rund 29,1 Prozent der Deutschen bringen einen Prä-Adipositas auf die Waage, etwa 15 Prozent bewegen sich mit einem BMI > 30 in einem gesundheitlichen Risikobereich. Der Durchschnitts-BMI lag 2009 mit 24,9 Prozent an der oberen Grenze des statistischen Normalgewichts.

Die Grenzen – unspezifische Definition der “Körpermasse”

Wenn Sie Ihren BMI berechnen, sollten Sie jedoch im Blick behalten, dass es sich dabei um einen Richtwert handelt, der auf einer unspezifischen Definition der Basisgröße “Körpermasse” aufbaut. Beispielsweise erreichen Sportler aufgrund ihrer hohen und natürlich gewichtsrelevanten Muskeldichte oft einen BMI, der rein statistisch bereits auf Übergewicht verweist. Auch der individuelle Körperbau sowie das Lebensalter spielen hier eine Rolle. In der medizinischen Praxis empfehlen Ärzte daher außerdem die Messung des Fettanteils im Körper. Für die Beurteilung gesundheitlicher Risiken durch das potentiell schädliche Bauchfett wird inzwischen oft nicht mehr der BMI, sondern die Ratio zwischen Körpergröße und Taillenumfang herangezogen.

Weiterführende Quellen BMI:

http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index
http://en.wikipedia.org/wiki/Ancel_Keys
http://de.wikipedia.org/wiki/Broca-Index#Broca-Index
https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/bmi.htm
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