Die Italiener praktizieren es seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als die ersten Versuche starteten, mit einer Espressomaschine eine Köstlichkeit zu zaubern. Die Zubereitung eines Espressos wird heute in den meisten Cafés oder Bars mit einer Siebträgermaschine gebrüht. Damit Sie den Espresso in den eignen vier Wänden genießen können, gibt es auch für zu Hause die Espressomaschine mit Siebträger.

So funktioniert die Zubereitung

siebträgermaschine-espressoDas Grundprinzip einer Siebträgermaschine basiert auf einem Drucksystem. Bei einer Temperatur von 88 bis 94 Grad wird das heiße Wasser durch den Siebträger gepresst. In einer Zeit von 25 Sekunden entstehen etwa 25 ml schmackhafter Espresso.

Wer zu Hause mit einer Espressomaschine hantiert, muss jedoch einiges Beachten: Espresso ist nicht gleich Espresso – auf die Bohnen kommt es an. Es gibt verschiedene Hersteller, welche die Kaffeebohnen im Ganzen anbieten. Ebenso gibt es Kaffeepulver für die Herstellung eines Espresso. Der beste Espresso entsteht, wenn die Bohnen frisch gemahlen sind. Wer keine Möglichkeit hat die Bohnen zu Hause zu mahlen, kann natürlich auf die schon fertig gemahlene Packung zurückgreifen. Ob die Mischung hierbei aus Arabica und / oder Robusta besteht, bleibt jedem Selbst überlassen.

Die Siebträgermaschine sollte vor jedem Brühvorgang Betriebstemperatur haben. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass nicht nur das Wasser erwärmt ist, sondern ebenfalls die Betriebsteile. Wenn die dazugehörige Brüheinheit kalt ist, würde die Siebträgermaschine das Wasser auf dem Weg zum Siebträger herunterkühlen. Die Folge wäre, dass sich kein Druck aufbauen kann, das Wasser bis zum Aufeinandertreffen mit dem Siebträger erkaltet wäre und als sogenanntes “braun gefärbtes Wasser” aus der Espressomaschine gelangen würde. Es gibt die Möglichkeit die Espressomaschine schneller zu erwärmen, indem man Wasser durch den leeren Siebträger laufen lässt. Davon profitieren vor allem Besitzer einer Handhebelmaschine (hier lesen Sie weiterführende Informationen).

Ebenso wie zu niedrige Temperaturen dem Kaffeegenuss schaden, kann auch eine zu hohe Temperatur für einen sauer schmeckenden Espresso sorgen. Bei einer Espressomaschine mit Zweikreissystem die längere Zeit ausgeschalten war, sollte vorher das Wasser aus dem Wärmetauscher herausgenommen werden. Hierfür entfernt man den Siebträger und lässt die Siebträgermaschine so lange in Betrieb, bis kein Wasser und / oder Dampf mehr entweicht. (Beachten Sie bei der Auswahl der Maschine bitte diese Hinweise)

Espressotassen vorwärmen

Hat man bis hierhin alle Punkte eingehalten, gilt es noch ein weiteres Detail zu beachten. Die Espressotassen sollten für einen atemberaubenden Espressogenuss vorgewärmt sein. Bei einer Menge von 25 ml Espresso würde der Espresso zu schnell erkalten und den Geschmack im Handumdrehen verderben. Die meisten Espressotassen sind aus dickerem Porzellan gefertigt, welches die Wärme außerdem über einige Zeit speichert.

Jetzt wird gebrüht mit der Siebträgermaschine

Wenn Sie nun alle Punkte beachtet haben, können Sie auf das Brühen mit der Siebträgermaschine übergehen. Hierfür wird das frisch gemahlene Kaffeepulver im Siebträger gleichmäßig verteilt und leicht angedrückt. Das Andrücken sollte gleichmäßig geschehen, um dem Wasser eine optimale Grundlage zu geben, überall auf den gleichen Widerstand zu treffen. Ist das nicht der Fall, wird der Espresso über keinerlei bis wenig Aroma verfügen. Ist der Espresso jedoch gelungen, entsteht ein atemberaubendes Geschmackserlebnis auch in den eigenen vier Wänden.

Tipp: Mahlen Sie die Kaffeebohnen unmittelbar vor dem Brühbeginn. Gemahlenes Kaffeepulver verliert schon nach etwa einer Stunde die wertvollen Aromen, die für einen Espresso unabdingbar sind.

Video: 10 Schritte zum perfekten Espresso

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