Facebook Privatsphäre Einstellungen

Mrz 25, 2012 von admin

Es war der Oktober 2010, als Facebook mit einem der größten Datenschutz-Skandale der IT-Geschichte für negative Schlagzeilen sorgte. Damals wurde bekannt, dass zehn der beliebtesten Facebook-Apps – darunter auch Texas Hold’em und Farmville – Nutzerdaten wie Namen sowie die Namen der Freunde an Werbefirmen weitergaben. Von diesem Datenleck waren damals mehrere Millionen Facebook-Mitglieder betroffen. Später wurde zudem bekannt, dass die Social-Media-Plattform E-Mail-Adressen und Telefonnummern auch von Nichtmitgliedern zeitlich unbegrenzt sammelt und für andere Nutzer abrufbar macht. Seit diesen Vorfällen musste Facebook seitens der Datenschutzbeauftragten viel Kritik einstecken. Für zusätzlichen Gegenwind sorgte zuletzt auch die Ankündigung der EU-Kommission, einheitliche und verbesserte Datenschutzrichtlinien einführen zu wollen.

Mit den neuen Privatsphäre Einstellungen soll es für die Mitglieder leichter werden, Informationen selektiver zu veröffentlichen. Diese sollen in die Lage versetzt werden, den Austausch persönlicher Daten auf der Seite zu kontrollieren. So lautet die Antwort des Social-Media Portals auf die fortwährende Kritik, das Unternehmen würde allzu sorglos mit den Daten seiner Nutzer umgehen. Von nun an ist es möglich, Kommentare, Fotos und andere Informationen nur für autorisierten User einsehbar zu machen. Der überwiegende Teil der Kontrollmöglichkeiten war zwar bislang bereits vorhanden, allerdings zumeist verborgen oder kompliziert zu handhaben. Die Einstellungen schützen nun auf Wunsch auch bei aktivierter Facebook Chronik.

Änderungen lassen sich über den Pfeil oben rechts (neben dem Konto) unter Privatsphäre-Einstellungen vornehmen. Daraufhin stehen die Optionen “Öffentlich”, “Freunde” und “Benutzerdefiniert” zur Verfügung. Im ersten Fall sind die eigenen Beiträge selbst für nicht befreundete Mitglieder einsehbar. Dieser Umstand kann durch die Wahlmöglichkeit Nummer zwei behoben werden. Ferner kann die Seite über “Benutzerdefiniert” nur namentlich benannten Personen zugänglich gemacht werden. Unter dem Menüpunkt “Funktionsweise von Verbindungen” kann bestimmt werden, welche Nutzer das eigene Profil anhand des Namens oder Kontaktinformationen finden darf. Hierbei stehen die Wahlmöglichkeiten “Alle”, “Freunde von Freunden bzw. Freunde” offen. Damit wird die eigene Seite nicht für jedermann auffindbar.

Nicht selten wird man von Freunden an Orten oder in Beiträgen markiert, ohne das eigene Einverständnis gegeben zu haben. Demzufolge sollten die Einstellungen unter “Funktionsweise von Markierungen” wie folgt aussehen:

  • Profil-Überprüfung: An
  • Markierungen überprüfen: An
  • maximale Profilsichtbarkeit: Freunde oder Freunde von Freunden
  • Markierungsvorschläge: Aus
  • Freunde können angeben wo du dich befindest: Aus

Der Menüpunkt “Anwendungen und Webseiten” kann für User, die kein Interesse an Spielen oder Anwendungen haben und nicht mit Smartphone-Apps auf die Plattform zugreifen möchten, nahezu vollständig ignoriert werden. Hier sollte lediglich festgelegt werden, wie andere Nutzer eigene Informationen an verwendete Anwendungen weitergeben dürfen. Hierbei sollte nur der Punkt “Mein-Online-Status” aktiviert sein.

Ferner kann der Menüpunkt “Beschränke das Publikum für ältere Beiträge” ausgewählt werden. Damit kann der eigene inhaltliche Lebenslauf auch auf bestimmte Facebook-Anwender beschränkt werden. Neben der Möglichkeit zur Anpassung, liefert das aufgehende Pop-up auch einen interessanten Link, über welchen eine kurze Anleitung und Erklärung einsehbar ist. Die Auswahl “Beschränke das Publikum für ältere Beiträge” muss anschließend bestätigt werden. Änderungen lassen sich dabei zu einem späteren Zeitpunkt nicht ohne Weiteres vornehmen. Werden ältere Beiträge vor den Augen unerwünschten Besuchern geschützt und lediglich für Freunde sichtbar gemacht, so muss später jeder einzelne Beitrag freigegeben werden, sollte sich der Nutzer im weiteren Verlauf umentscheiden. Sollen ganz bestimmte Personen oder Anwendungen blockiert werden, kann dies unter “Blockierte Personen und Anwendungen” vorgenommen werden.

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