Kettensägen gibt es in verschiedenen Bauarten und mit unterschiedlichen Antrieben. Das gemeinsame Merkmal aller Kettensägen ist die Sägekette. So wird die Endloskette bezeichnet, deren Schneidglieder den zu bearbeitenden Werkstoff zerspanen.

Einsatzgebiete von Kettensägen

kettensägen ÜberblickEines der wichtigsten Einsatzgebiete von Kettensägen ist die Bearbeitung von Holzwerkstoffen, wobei das Holz meist quer zur Faserrichtung getrennt wird. In der Forstwirtschaft werden Kettensägen überall dort zum Fällen von Bäumen, zum Ablängen und zum Entasten verwendet, wo der Einsatz von modernen Holzvollerntern (Harvester) nicht möglich oder gewünscht ist. Auch zur Brenholzgewinnung wird die Motorsäge (wie die Kettensäge in diesem Bereich meist genannt wird) häufig eingesetzt. Im Landschafts- und Gartenbau (Fällarbeiten und Baumpflege) und in der Bauwirtschaft (Zimmerei, Verschalungsbau) sind Kettensägen unentbehrlich. Im Gartenbau kommt zusätzlich eine kleine, leichte Bauform der Kettensäge an einem langen Stiel beim Entasten hoher Bäume zum Einsatz.
Besonders virtuos gehen Holzbildhauer und Eiskünstler mit ihren Kettensägen um, wenn sie mit großem Geschick Skulpturen und bizarre Formen aus einem Block herausarbeiten. Spektakulär sind sportliche Wettbewerbe, bei denen die Kontrahenten vor zahlreichen Zuschauern ihr Geschick beim Umgang mit Kettensägen unter Beweis stellen.
Nicht nur Holz lässt sich mit Kettensägen bearbeiten. Eine Sonderbauform ist die Betonkettensäge, die mit einer diamantbesetzten, wassergekühlten Kette ausgestattet ist. Sogenannte Rettungssägen mit Panzerketten, wie sie von der Feuerwehr und vom THW verwendet werden, können sogar Metall durchtrennen.

Kategorien der Kettensägen

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Kettensäge ist die Antriebsart. Benzin-, Elektro- und Akku-Kettensägen unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Einsatzdauer, Beweglichkeit, Lärmbelastung, Vibration und Emission.

Benzin-/ Dieselkettensägen

Kettensägen mit Verbrennungsmotoren zum Antreiben der Sägekette erweisen sich als besonders leistungsfähig und sind an jedem Ort einsetzbar. Der Bediener kann sich frei mit ihr bewegen und kann lageunabhängige Schnitte ausführen. Als Verbrennungsmotoren werden meist Zweitakt- Benzinmotoren mit Membranvergaser verwendet. Ist genügend Kraftstoff vorhanden, ist die Einsatzdauer sehr hoch. Allerdings haben Sägen mit Verbrennungsmotoren die höchsten Emissionen von Abgasen und Lärm. Es gibt bereits Kettensägen mit Katalysator. Um die Belastung für den Bediener zu verringern, werden die hohen Vibrationen des Motors abgedämpft. Durch Verwendung benzolarmer Kraftstoffe können die Abgaswerte beträchtlich verbessert werden.

Elektrokettensägen

Elektrokettensägen werden gewöhnlich aus dem 230/230 Volt Netz betrieben, mit einer Leistung von etwa 2 kW sind sie für die meisten Schneidarbeiten geeignet. Die Anschlussschnur begrenzt das Arbeiten und behindert die Bewegungen des Bedieners. Es kommt vor, dass die Schnur angesägt wird. Besonders vorteilhaft sind Elektrokettensägen, wenn Arbeiten in geschlossenen Räumen auszuführen sind.

Akkukettensägen

Akkukettensägen sind leise, relativ leichte Elektrokettensägen mit geringem Pflegeaufwand, die gute Schnittergebnisse liefern. Die begrenzte Betriebszeit muss bei der Arbeit eingeplant werden.

Auf folgende Qualitätsmerkmale sollte bei der Auswahl geachtet werden:

– Sicherheit und Zuverlässigkeit
– Startverhalten und Vorhandensein von Vorrichtungen zur Starterleichterung
– geringes Gewicht
– lange Standzeit der Kette hinsichtlich Schärfe, Abnutzung und Länge
– niedriger Lärmemission
– geringer Öl- und Benzinverbrauch
– Verwendbarkeit umweltfreundlichen Kraftstoff
– Möglichkeit der Ersatzteilbeschaffung

Hersteller/ Marken

Viele Sägenhersteller bieten alle drei Kategorien von Kettensägen an. Bekannte Hersteller sind: Dolmar, Einhell, Güde, Husqvarna, Makita, Oregon, Ryobi, Stihl, Wolf, Gardena (bietet elektrisch betriebene Kettensägen an) und Pellenc (nur Akku-Kettensägen).

Quellen: Kettensägen Testberichte

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