Die Auswahl der “richtigen” – also persönlich optimalen – Laufschuhe ist entscheidend für den Erfolg des späteren Trainings und den Spaß am Laufen. Vor allem Laufanfänger haben dabei oft die Qual der Wahl.

Wichtig sind beim Laufschuhkauf nicht persönliche Präferenzen für einen “schicken” Schuh oder eine bestimmte Marke, sondern direkt auf das Laufen bezogene Faktoren:
Stellen Sie dich folgende Fragen:

  • Wie intensiv wird der Sport betrieben?
  • Als Hobby oder professionelles Training?
  • Welche Laufdistanz wird dabei auf welchem Untergrund bewältig?
  • Muss der Schuh Fußfehlstellungen kompensieren können?

Für den Laufschuhkauf sind Fachgeschäfte für Laufbedarf daher die richtige Adresse. Ihre Mitarbeiter – oft selber passionierte Läufer – kennen die unterschiedlichen Anforderungen an die Schuhe, beraten professionell und prüfen vor der Empfehlung eines bestimmten Laufschuhs die anatomischen Voraussetzungen des Kunden unter anderem mit Laufband-Analysen.

Korrektur von Fußfehlstellungen und die richtige Laufschuhgröße

Gute Laufschuhe kompensieren nicht nur die allgemeinen Belastungen des Bewegungsapparates durch das Laufen, sondern korrigieren Fehlstellungen der Füße so, dass der Laufsport auch bei größeren Anomalien ein schmerzfreies und gesundheitsförderndes Vergnügen bleibt. Laufberater prüfen vor dem Kauf des Schuhs, ob eine Supination oder Überpronation (Anhebung des inneren oder äußeren Fußrandes bei Absenkung der Gegenseite) vorliegt und geben Empfehlungen für einen entsprechenden Ausgleich durch die Schuhe. Wichtig: Die Laufschuhe aller etablierten Marken gibt es in Damen- und Herrenversionen, die für jeweils geschlechtsspezifische anatomische Gegebenheiten optimiert sind.

Für die Größenwahl des Laufschuhs gilt als allgemeine Regel, dass der Abstand zwischen Kappe und Zehen mindestens eine Daumenbreite betragen sollte. Gleichzeitig muss der Schuh die Füße optimal stützen und stabilisieren, darf also im vorderen Fußbereich nicht zu eng oder zu weit sein. Empfehlenswert ist deshalb ein Schuhkauf am Nachmittag oder am frühen Abend, wenn die Füße ihre “Belastungsgröße” erreicht haben. Die üblicherweise getragenen Laufsocken und eventuell auch orthopädische Einlagen gehören ebenfalls ins “Handgepäck” für den Laufschuhkauf. Alte Laufschuhe verraten dem Berater übrigens über den individuellen Laufstil oft ebenso viel oder sogar mehr als eine Laufband-Analyse. Genügend Zeit für Auswahl und Beratung sollte selbstverständlich auch vorhanden sein.

Fünf Laufschuh-Kategorien mit unterschiedlichen Eigenschaften

richtige laufschuhe

Laufschuhe gibt es in fünf Grundkategorien mit unterschiedlichen Trageeigenschaften und Funktionalitäten.

Neutralschuhe wenden sich an Jogger mit keinen oder geringen Fehlstellungen der Füße – in durchschnittlichem Gelände sorgen sie für optimalen Halt, ein neutrales Abrollen der Füße und optimale Dämpfung. Ein Stabilschuh (Support- oder Controlschuh) gibt den Füßen durch eine Pronationsstütze an der Schuhinnenseite zusätzlichen Halt. Für Läufer mit stärkeren Fußfehlstellungen eigenen sich Bewegungskontrollschuhe, welche die Bewegungsabläufe der Füße durch sehr starke und bis in den vorderen Schuhteil reichende Pronationsstützen stabilisieren, auch schwergewichtigere Läufer sind mit dem Kauf dieser Variante oft gut beraten. Auch diese Läufer können mit robusten Laufschuhen gewinnen!

Sonderfälle sind sogenannte Lightweight-Trainer sowie Trial-Running-Schuhe. Die superleichten Laufschuhe galten bis vor kurzem ausschließlich als Wettkampfschuhe, kommen inzwischen in einer etwas stabileren Version jedoch auch im Training sowie im Breitensport zum Einsatz.
Trail-Running-Schuhe sind für Läufe in natürlichem Gelände optimiert. Sie sind besonders strapazierfähig, nässeabweisend und rutschfest, ermöglichen eine sehr freie Fußbewegung, verfügen jedoch über keine “Zusatzausstattung” für Stabilisierung oder Dämpfung.

Ein gutes Paar Laufschuhe leistet seine Dienste nach dem Kauf für eine Laufdistanz von etwa 600 Kilometern, danach erreichen auch die meisten Qualitätsschuhe ihre Grenzen. Falls diese speziellen Schuhe die eigenen Bedürfnisse bisher perfekt erfüllten, bieten Nachfolge-Modelle der gleichen Marke meist den gewohnten Komfort in optimierter Form, eine entsprechende Nachfrage im Fachhandel lohnt sich also.

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