Virtual Museum – die neue Platform für geballtes Wissen
Nachdem Wikipedia und andere Online-Lexika Unmengen an Informationen für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen, gibt es jetzt eine neue, sehr benutzerangepasste Art Wissen über das Internet zu vermitteln. Das Virtual Museum ist, wie der Name schon verrät, ein animiertes Museum, dessen Exponate vollständig digitalisiert wurden sind. So gibt es jetzt zum Beispiel ein Online-Museum von Valentino, der vielen Modefans mit dieser Eröffnung eine besondere Freude machen wird. Unter anderem sind seine bekanntesten Kreationen als auch andere Werke wie Photographien ausgestellt. Besonders interessant ist bei den Kleidern jedoch, dass sie extra rundum aufgenommen wurden, sodass man selbst den Schnittverlauf und andere Details durch Zoomen und Drehen erkennen kann. Außerdem kann man sich anzeigen lassen, wann das Kleid entstanden ist und wer es zu welchen Auftritten getragen hat. Das ganze ist als App herunterladbar und verbreitet sicherlich keinen eingestaubten Altbaucharme. Das Konzept klingt ziemlich schlüssig, besonders wenn man bedenkt, dass man sich jetzt jederzeit und an jedem Ort informieren kann. Zum Beispiel im Wartezimmer, an einem gemütlichen Sonntagnachmittag, an dem es einfach zu stürmisch ist um auszugehen oder man staunt mit Freunden ohne Angst haben zu müssen, die intellektuelle Stille zu durchbrechen. Außerdem ist dieses neue Verfahren viel interaktiver und man kann sich problemlos Dinge mehrfach anschauen. Da bleibt nur noch die Frage, ob das das Aus für die Museen bedeutet. Natürlich geht das nicht von dem einen auf den anderen Tag, doch wenn dieses Modell erfolgreich ist, werden sicherlich weitere folgen und das Angebot immer weiter ausbauen, sodass es bald für jeden Geschmack etwas gibt. Trotzdem wird man das alte Museum damit nicht abschaffen können, spezialisiert sich dieses doch heutzutage darauf die Dinge möglichst hautnah zu präsentieren und auf spielerische Weise wissen zu vermitteln. Deshalb können sich beide Angebote sicherlich gut ergänzen und in größeren Museen ist es bereits Alltag verschiedene einscannbare Codes zu verteilen, mit denen man weitere Informationen über sein Handy bekommen kann.
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